Nachtzüge: Die besten Tipps für eine Fahrt im Schlafzug


European Sleeper: Brüssel – Berlin – Prag

Für den Sommer plant ein weiterer Mitbewerber, an den Start zu gehen: Dann soll für das belgische Start-up European Sleeper der Startschuss für die Strecken Prag – Dresden – Berlin und Berlin – Amsterdam – Brüssel fallen. Gefahren wird zunächst dreimal die Woche, geplant sind tägliche Fahrten. Als Nachtzugbetreiber kooperiert European Sleeper mit dem tschechischen Anbieter Regiojet, der die Zuggarnituren stellt sowie für den Betrieb zuständig ist. Firmen-Mitgründer Elmer van Buuren rührt die Werbetrommel: “Nachtzugreisen ist nicht der schnellste Weg, sondern der, bei dem man Zeit für sich hat oder für die Dinge, die man erledigen möchte.”

ÖBB Nightjet: Zehn Strecken durch Deutschland

Klarer Marktführer in Deutschland und Europa aber bleiben die ÖBB-Nightjets. Nicht weniger als zehn Strecken führen durch Deutschland – unter anderem nach Breslau, Mailand, Rom, Venedig, Wien und Zürich. Neu waren zuletzt zum Jahreswechsel die Strecken Zürich – Köln – Amsterdam und Wien – München – Paris. Für Ende 2023 sind dann die Strecken Berlin – Brüssel und Berlin – Paris geplant. 2024 soll zudem Zürich – Barcelona folgen. Oft ist der Nightjet gleichzeitig Autoreisezug. Komfortmäßig haben Reisende die Wahl zwischen Schlafwagen, Liegewagen und nächtlichem Sitzwagen. Außer mit der Deutschen Bahn kooperiert die ÖBB auch mit den Schweizer und französischen Bahnen. Eine Reise im Nightjet mit Dusche und WC kostet ab 190 Euro, ohne sind es gut 140 Euro. Für die neuen Strecken kosten Tickets im Liegewagen ab 59,90 Euro und im Schlafwagen ab 89,90 Euro pro Strecke. Wer früh bucht, der ergattert oft sogar Sparpreise ab 30 Euro.

Euronight: Auf nach Budapest und Rijeka

Unter dem Namen Euronight vermarktet die ÖBB weitere Schlafwagenangebote, nämlich die Strecken, die sie nicht allein betreibt, sondern bei denen sie sich mit diversen mittel- und osteuropäischen Bahngesellschaften zusammengetan hat. Auf diese Weise lassen sich Nachtzüge nach Budapest, Rijeka oder Zagreb buchen – auf den kroatischen Strecken auch mit Autoreisezug. Die Preise bewegen sich auf der Höhe der Kurse bei den ÖBB-Nightjets. Von München nach Rijeka oder von Berlin nach Zagreb rollt man zum Beispiel ab 119 Euro im Liegewagen.

Den Traditionsnamen Euronight gibt es bereits seit 1993. Damals wurde er als Nachtvariante des EuroCity eingeführt. Er steht für die klassische Bahnreise mit erster und zweiter Klasse, klimatisierten Wagen und teilweise auch mit Zugrestaurants; ein Frühstück ist immer im Preis inbegriffen. Den Personalausweis kann man dem Schaffner geben, dann wird man in der Regel bei Grenzkontrollen nicht geweckt. Die Qualität der Züge ist allerdings unterschiedlich, weil die Wagen von verschiedenen Gesellschaften betrieben werden.


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